IFOR
(Implementation Force / Dezember 1995 – Dezember 1996)

Seit dem 20. Dezember 1995 war die Bundeswehr mit fast 4.000 Soldaten aller Teilstreitkräfte am Auftrag der IFOR-Truppen im ehemaligen Jugoslawien beteiligt. An IFOR nahmen alle NATO- und 17 Nicht-NATO-Staaten mit insgesamt rund 52.000 Soldaten teil. Ziel des IFOR-Einsatzes war es, den Friedensprozess im ehemaligen Jugoslawien auf der Basis des Abkommens von Dayton und der entsprechenden Operationspläne der NATO nachhaltig und wirkungsvoll zu unterstützen. Der IFOR-Einsatz endete am 20. Dezember 1996 und fand seine Fortsetzung in dem neuen Mandat zu SFOR (Stabilization Force).
Das Deutsche Heereskontingent GECONIFOR (L) leistete mit einer Personalstärke von durchschnittlich ca. 2.600 Soldaten im Schwerpunkt Versorgungsaufträge für die IFOR-Truppen, wie Transporte von Betriebsstoff, Verpflegung, Baumaterialien und anderen Gütern, führte aber auch pionierspezifische Unterstützungsleistungen für die Zivilbevölkerung durch. Diese reichten von Minenräumen über Schneeräumeinsätze bis hin zu Straßen- und Brückenreparatureinsätzen. Die medizinische Versorgung wurde durch das deutsch-französische Feldlazarett gewährleistet.
Das Panzeraufklärungsbataillon 7 war im Zeitraum 23. August bis 17. Dezember 1996 im Rahmen des Transportverbandes in Stärke einer Transportaufklärungskompanie mit ca. 90 Soldaten im kroatischen Solaris eingesetzt und hatte als Hauptaufgabe die Sicherung deutscher Versorgungskonvois von und nach Bosnien-Herzegowina.
